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Projekt

DACStorE – Ein umfassender Ansatz zur Nutzung des Innovationspotenzials der direkten Abscheidung und Speicherung von Luft zur Erreichung der CO2-Neutralität

Der jüngste (IPCC-)Bericht zeigt, dass negative Emissionspfade unvermeidlich sind, um die COP21-Ziele zu erreichen. Daher ist das Ziel des Projekts DACStorE die Vorbereitung eines großen und nachhaltigen Scale-ups der DACS-Technologie. Dies wird durch einen multi-disziplinären Ansatz erreicht, der eine Vielzahl von Anforderungen in frühen Entwicklungs-stadien miteinander verbindet.

Vor diesem Hintergrund wird das Projekt die folgenden Forschungsfragen beantworten: Wie kann die negative Emissionstechnologie, die direkte Abscheidung aus der Luft einschließlich der unterirdischen CO2-Speicherung, nachhaltig aufgestockt und ausgerollt werden? Welche machbaren Merkmale sind erforderlich, einschließlich einer technischen, wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Bewertung? Und wie kann eine nachhaltige Einführung im Inland und weltweit ab 2035 ermöglicht werden? Welche Materialien müssen entwickelt werden? Welches Systemintegrationskonzept ist erforderlich?

DACStorE ist ein Verbundprojekt von sieben Forschungseinrichtungen: dem Forschungs-zentrum Jülich, dem Helmholtz-Zentrum Potsdam (GFZ), dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der TU Berlin. Gemeinsam arbeiten sie in vier Teilprojekten:

• Teilprojekt I "Technologiebewertung" ermittelt weltweit optimale Standorte für den Betrieb von DACS auf der Grundlage einer technisch-wirtschaftlichen Analyse und einer Bewertung der Nachhaltigkeit.
• Im Teilprojekt II "Geräteforschung" werden mehrere technische DAC-Optionen entwickelt und für die großtechnische Umsetzung verbessert.
• Teilprojekt III "Transformationsstudien" wird die Akzeptanzaspekte, den derzeitigen und den erforderlichen Rechtsrahmen für die Einführung bewerten, die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft untersuchen und die Folgen einer breiten Einführung abschätzen.
• Das Teilprojekt IV "Kommunikation, Verbreitung und Nutzung" konzentriert sich auf den Transfer und die Aufbereitung der Ergebnisse für wichtige Stakeholder wie Industrie-unternehmen, Behörden und Politik in einer mitgestaltenden bidirektionalen Weise innerhalb des DACStorE Transformation Hub.

Das Climate Service Center Germany (GERICS) führt im Teilprojekt III eine Akzeptanz-analyse durch. Ziel dieser Analyse ist es, die Akzeptanz von DACS in bestimmten Stakeholdergruppen sowie in der Gesellschaft insgesamt zu verstehen, indem die Faktoren ermittelt werden, die die Akzeptanz dieser Technologien fördern oder verringern. Die Akzeptanzanalyse ist ein vierstufiger Prozess.

1. Identifizierung von Stakeholdern: Identifizierung der Interessengruppen, die von der Einführung des DACS direkt betroffen sind, sei es in negativer oder positiver Hinsicht.
2. Literaturrecherche und Umfrage: Erforschung der Faktoren, die die Akzeptanz von DACS beeinflussen. Zunächst werden die Faktoren durch eine Literaturrecherche ermittelt. Anschließend wird eine Umfrage auf nationaler Ebene durchgeführt, um festzustellen, wie einflussreich diese Faktoren für die Akzeptanz von DACS in Deutschland sind.
3. Direkte Einbindung der Stakeholder: Eine Reihe von bis zu fünf Workshops wird durchgeführt, um alle Stakeholdergruppen anzusprechen. In den Workshops können die Stakeholder ihre individuellen Wahrnehmungen zu DACS eingehend diskutieren.
4. Empfehlungen: Der Abschlussbericht liefert ein kohärentes Bild der Akzeptanz von DACS-Technologien in Deutschland. Er enthält auch eine Reihe von Empfehlungen zu Faktoren, die für eine erfolgreiche Akzeptanz von DACS-Projekten berücksichtigt werden müssen.

Ein wesentlicher Aspekt von DACStorE ist schließlich die Einrichtung des DACStorE-Transformation-Hub als zentrale Anlaufstelle für die DACS-Technologie. Hier werden Stakeholder aus Industrie, Politik und Gesellschaft in die Lage versetzt, ihre Business Cases zu definieren, Randbedingungen zu gestalten und Entscheidungen auf reproduzierbarem Wissen nach dem Co-Design-Ansatz von DACStorE zu begründen.

Zur Projekt-Webseite von DACStorE

Kontakt:


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Tel: +49 (0) 40 226 338 466

Fax: +49 (0) 40 226 338 163

E-Mail Kontakt

Dr. Jörg Cortekar

Tel: +49 (0) 40 226 338 445

Fax: +49 (0) 40 226 338 163

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